12.06.14 - Norddeutsche THW-Jugend zu Gast in Rostock

Mehr als 750 Teilnehmer aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein trafen sich vom 6. bis 9. Juni 2014 auf dem Gelände der Kaserne "Hohe Düne" in Rostock-Warnemünde zum traditionellen Pfingstzeltlager der THW-Jugend.

Rostock-Warnemünde | Am Pfingstwochenende herrschte reges Treiben auf dem Marinestützpunkt "Hohe Düne". Der Grund hierfür war allerdings kein militärischer. Vielmehr hat die Marine Teile ihres weitläufigen Geländes in Rostock- Warnemünde zur Verfügung gestellt, damit die Jugend des Technischen Hilfswerks hier ihr traditionelles Pfingstzeltlager ausrichten konnte.

Am Freitag reisten die über 750 Teilnehmer aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein an. Sie kamen aus 38 Ortsverbänden der THW-Jugend Küste sowie 6 Ju­gendgruppen der Freiwilligen Feuerwehren Rostock, Bernstorf und Wismar.  

Auf der großen Freifläche des Marinegeländes, dem eigentlichen "Sammelpunkt D", wurden die Mannschaftszelte und Pavillions aufgestellt. Bis zum späten Freitagabend entstand eine große Zeltstadt, in der jeder teilnehmende Jugendverband ausreichend Platz hatte.

Zur offiziellen Eröffnung des Pfingstzeltlagers am Samstagvormittag waren viele Gäste gekommen. Neben Offiziellen des THW, der THW-Jugend und anderer Organisationen auch Vertreter der Bundeswehr sowie aus Wirtschaft und Politik.

Unter ihnen der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, und der Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis 17, Eckhardt Rehberg. Dieser hatte auch eine besondere Überraschung mitgebracht.

Anlässlich seines Geburtstags hatte er dazu aufgerufen, anstelle von Geschenken für die THW-Jugend Mecklenburg-Vorpommern zu spenden. Hierdurch kam ein Betrag von über dreitausend Euro zusammen, den Eckhardt Rehberg dem Landesjugendleiter der THW-Jugend Mecklenburg-Vorpommern, Marcel Quaas, überreichte.

Nach der offiziellen Eröffnung hatten die Teilnehmer die "Qual der Wahl". Marlies Kunkel und Silvia Alisch, im Organisationsteam rund um Marcel Quaas und seinem Stellvertreter Dirk Schröder für die Freizeitaktivitäten verantwortlich, hatten ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. 

Auf dem Plan standen unter anderem eine Stadtralley, die Lagerolympiade, baden am nahe gelegenen Strand, ein Volleyballturnier, der menschliche ?Riesen-Kicker? sowie Besichtigungen der AIDA und ausgewählter Marineschiffe.

Auch stand den Teilnehmern ein Shuttledienst zur Verfügung, der sie zu den vielen, in der nähe befindlichen Freizeitmöglichkeiten brachte. Zur Auswahl standen beispielsweise die Sommerrodelbahn, der Affenwald Malchow, der Natur- und Umweltpark Güstrow, der Kletterwald Hohe Düne, der "Karl´s Erlebnishof" und der Zoo Rostock zu fahren.

Als besonderes Highlight wurde am Sonntag noch die THW-eigene Riesenrutsche aufgebaut. Bei so viel Abwechslung konnte keinem Teilnehmer langweilig werden.

"Ein Jahr lang haben wir das Pfingstzeltlager vorbereitet", berichtet Marcel Quaas. "Wenn man jetzt sieht, wie die Kinder toben und so viel Spaß haben, weiß man, dass sich die viele Arbeit gelohnt hat!"

Mehr als 60 THW-Helfer waren ehrenamtliche im Einsatz, um für den reibungslosen Ablauf des Pfingstzeltlagers zu sorgen. Neben Helfern aus den Ortsverbänden Stralsund und Rostock auch die Verpflegungseinheiten (Log V) der Ortsverbände Neubrandenburg, Preetz und Schwerin. Die Johanniter Unfallhilfe sorgte für den Sanitätsdienst und die DLRG für die Sicherheit am Badestrand.

Leider fanden am Sonntagabend der Spaß und die Freude über das schöne Wetter ein jähes Ende. Gegen 19 Uhr zog ein Unwetter mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h und Starkregen über das Zeltlager hinweg. Einige Zelte wurden vom Sturm mitgerissen und Teile des Geländes überflutet.

"Glücklicherweise wurde durch das Unwetter niemand ernsthaft verletzt", sagte Dirk Schröder, stellvertretender Landesjugendleiter Mecklenburg-Vorpommern. "Die Teilnehmer, deren Zelte unter Wasser standen oder vom Sturm zerstört wurden, konnten wir kurzerhand in der Sporthalle der Kaserne einquartiert."

Einige Ortsverbände traten trotzdem Sonntagnacht vorzeitig die Heimreise an, zumal am Montag außer dem Abbau kein weiterer Programmpunkt auf dem Zettel stand.

"Zu Spitzenzeiten waren mehr als 800 Kinder, Betreuer und Helfer auf dem Gelände", resümiert Marcel Quaas. "Das ist schon eine beachtliche Zahl! Ich bedanke mich bei allen THW-Helfern, der Bundeswehr, den Johannitern, der DLRG sowie den Sponsoren Ostseesparkasse, der WIRO Wohnungsbaugesellschaft und der THW-Helfervereinigung Mecklenburg-Vorpommern. Ohne sie alle wäre dieses Zeltlager nicht möglich gewesen!"

Das Fazit eines Teilnehmers: "Trotz des Unwetters war es ein tolles Pfingstzeltlager. Das Freizeitangebot war spitzenmäßig, das Essen sehr gut und der Platz einmalig ausgewählt."

(FGO)